Lexikon – D

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Denken

«Was verstehen wir unter Gedanken? Offensichtlich ist Gedanke ein Vorgang des Denkens, nicht wahr? Gedanken sind mentale Prozesse, Denkvorgänge; und Denken ist immer eine Reaktion des Bewusstseins oder des Unbewusstseins. Denken ist ein Prozess der Verbalisierung, welche ihrerseits das Resultat von Erinnerung ist. Denken ist ein Prozess der Zeit.»

Collected Works, J. Krishnamurti (Gedanken zum Leben)
Deva

Deva (Sanskrit देव deva) ist eine indische Bezeichnung für Götter, die speziell weibliche Form ist Devi. Deva kann mit „Gott“, „Halbgott“ oder auch „überirdisches Wesen“ übersetzt werden. Als Himmlische stehen sie nicht ausserhalb des Kreislaufs der Wiedergeburten (Samsara), sondern sind darin integriert. Im Hinduismus, Buddhismus und Jainismus spielen sie unterschiedliche eine Rollen. Das Wort entspringt derselben indogermanischen Wortwurzel wie lateinisch deus (Gott) – https://de.wikipedia.org/wiki/Deva_(Gott)

Im Zen-Buddhismus steht der Begriff meist für Erscheinungen im geistigen Bereich. Devas äussern sich in Form von Gedanken oder der Intuition; ihr Reich befindet sich jedoch ausserhalb der Ratio und sprachlich bedingten Gedankenwelt.

Dhammapada

Eine Sammlung von Buddhas Aussagen in Form von Versen. Sie enthält eine Vielfalt an Themen und bietet einen ausgezeichneten Zugang zur buddhistischen Lehre. Es gibt diverse Versionen des Dhammapada gedruckt und im Internet.

Dharma

Dieses Wort hat in der indischen Philosophie viele Bedeutungen. Je nachdem, ob man einen hinduistischen, buddhistischen, Sikh- oder Jain-Text liest. Und wie mit allen Sanskritworten gibt es keine einfache Übersetzung in westliche Sprachen. Alle Bedeutungen des Wortes beziehen sich auf «die richtige Art zu leben» oder «das kosmische Gesetz» oder den «wahren Weg». Es steht auch für die Lehre eines Buddha. Es ist ein riesiges Wort, das alles in dieser Welt und darüber hinaus beinhalten kann. Im Buddhismus steht es sowohl für «das kosmische Gesetz» als auch «die Lehre Buddhas».

dharma

Phänomen oder Ding.

Dharma-Auge

Synonym für die Sicht eines erwachten Menschen. Auch das „dritte Auge“ genannt. Mit den zwei körperlichen Augen sehen wir Menschen nur die bedingte Welt der Gegensätze. Das eine Dharma-Auge sieht die ungeteilte Einheit der Existenz.

Dharmakāya

Dharmakāya (»Körper der Grossen Ordnung«): das Wahre-Wesen des Buddha, das mit der transzendenten Wirklichkeit, der Essenz des Universums, identisch ist. Der Dharmakāya ist die Einheit des Buddha mit allem Seienden. Zugleich stellt er auch das »Gesetz« (-> Dharma), die von Buddha gepredigte Lehre, dar.

Lexikon der östlichen Weisheitslehren
Dhyāna

Dort, wo das Bewusstsein einheitlich strömt, ist dhyānam.” (Yoga Sutra, Vers 3.2)

Im Zusammenhang mit dem Buddhismus hat sich der Sanskrit-Begriff dhyāna in das Pali-Wort jhåna gewandelt. Jhåna spielt eine bedeutende Rolle im Buddhismus. So unterscheidet man beispielsweise acht Formen von Meditation (jhāna), vier gegenständliche Formen und vier nicht-gegenständliche Formen. Von jhåna ausgehend besteht ein weiterer etymologischer Kontext zu dem mittel-chinesischen Wort chan, das sich schließlich im japanischen Begriff Zen manifestiert.

https://dhyana.at/dhyana-sanskritwort-meditation/
Diamant-Sutra

Das Diamant-Sutra (Vajracchedikā-Prajñāpāramitā-Sutra, dtsch. „Der Diamant, der die Illusion durchschneidet“) ist ein Dialog zwischen dem Buddha und Subhuti, über die Wirklichkeit. Das Sutra endet mit dem wunderschönen Vers:

«Alle zusammengesetzten Dinge sind wie ein Traum,
ein Phantom, ein Tautropfen, ein Blitz,
ein flackerndes Licht, eine Wolke am Himmel.
So meditiere man über sie, so betrachte man sie.»

https://www.prajna.de/files/Diamant_sutra_de.pdf

Die drei Juwelen

die Lehre des Buddhismus beruht auf den drei Juwelen, auch die drei Schätze, Kostbarkeiten oder Kleinode genannt. Es sind:

Buddha– das wahre Wesen, Ideal der höchsten Erkenntnis.

Dharma – Die Lehre und Praktiken, die zur höchsten Erkenntnis führen.

Sangha – Die Gemeinschaft derjenigen, die höchste Erkenntnis anstreben.

Im Akt der Zufluchtnahme bekennt man sich zu diesen drei Juwelen und tritt damit in den Buddhismus ein.

Dokusan

„Dokusan“ (jap.) bedeutet wörtlich „allein (doku) zu einem Höheren (san) gehen“. Der Begriff steht sinngemäss für eine Kommunikationsform zwischen Meister und Schüler auf den Schulungsweg des Zen. Die besprochenen Inhalte, die oft sehr persönliche Fragen, Anliegen und Antworten des Schülers betreffen, unterliegen der absoluten Vertraulichkeit.

Dudjom Yeshe Dorje Rinpoche

Dudjom Yeshe Dorje Rinpoche (1904-1987) war einer der grössten Gelehrten und Meditations-Meister des tibetischen Buddhismus. Er wird als der lebende Repräsentant von Padmasambhava angesehen. Er schrieb mehr als vierzig Bücher, von denen eines der bekanntesten sein Werk The Nyingma School of Tibetan Buddhism: Seine Grundlagen und Geschichte ist.

Dukkha

Buddhas Definition des menschlichen Zustands: Leben ist Dukkha. Dukkha beinhaltet die ganze Bandbreite der menschlichen Erfahrungen in all ihren körperlichen und psychischen Manifestationen. Dukkha ist mehr als Leiden in Form von Schmerz und Sorgen, Angst und Stress, wie es in westlichen Wörterbüchern oft heisst. Es wurzelt tiefer und ist viel umfassender als das, was diese Worte beinhalten. Dukkha ist die tief verwurzelte Unzufriedenheit. Weder das Denken noch Gebete noch andere mentale Konstruktionen können diese Unzufriedenheit eliminieren.


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