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Kalama, Alara

Ein heiliger Einsiedler und Lehrer der Yoga-Meditation. Nachdem Siddhārtha ein Asket geworden war, verbrachte er zuerst einige Zeit mit Alara und dessen Jüngern. Alara führte ihn u. a. in die Methode der Mantra- und Visualisierungs-Meditation ein mit der Betonung auf den sogenannten Jhana-Zustand. Mehr…

Kapila

Ein vedischer Heiliger und Mitbegründer der Samkhya-Schule der Hindu-Philosophie. Er lebte ca. 200 Jahre vor Shakyamuni Buddha.

Kapilavastu

Die Stadt, in der Siddhārtha Gautama aufwuchs und bis zu seinem Auszug aus dem Königreich und dem Beginn des Asketentum lebte. Die Gelehrten sind sich nicht einig über den genauen Standort der ursprünglichen Stadt. Einige lokalisieren sie in Südnepal, westlich von Lumbini, andere platzieren sie in Nordindien. Die Stadt wurde im Gedenken an Kapila heiliggesprochen, dessen philosophische Lehren dem Buddha sehr vertraut gewesen sein sollen.

Karma

Ein Begriff aus dem Sanskrit mit der Bedeutung «Aktion» oder «tun». In der buddhistischen Überlieferung bezieht sich Karma auf Taten, die durch Absicht (Wille) motiviert sind und zukünftige Konsequenzen haben. Diese Absichten (Willenstendenzen) gelten als die entscheiden-den Faktoren in der Art von Wiedergeburt in Samsāra (siehe Samsāra), dem Kreislauf von Werden und Vergehen.

In den Schriften steht, der Buddha sei einmal gefragt worden:

«Was ist die Ursache, was ist der Grund, oh Ehrwürdiger, dass es unter den Menschen kurzlebige und langlebige gibt, gesunde und kranke, hässliche und schöne, solche ohne Einfluss und solche mit Macht, arme und reiche, niedrig-geborene und hoch-geborene, unwissende und weise?» Der Buddha antwortete: «Jedes Lebewesen hat seine eigene Lebensführung (Karma), sein eigenes Erbe, seine angeborenen Veranlagungen, seine Verwandtschaften, seine Sicherheitsmechanismen. Es ist das Karma, das, die Menschen in niedrige und hohe Zustände unterteilt.» – buddhanet.net

Karma-Yoga

ist das Yoga des rechten Tuns. Es betont die reinigende Kraft des selbstlosen Handelns, frei vom Gedanken an Gewinn und Verlust. Man lernt, das eigene Selbst von den fruchten der eigenen Taten zu lösen.

Karunā

Mitgefühl, Mitempfinden. Nicht zu verwechseln mit Mitleid.

Karuna ist umfassende, bedingungslose Liebe und Hilfsbereitschaft, auch tätige Güte genannt. Es ist die fundamentale Geisteshaltung eines erleuchteten Menschen (Bodhisattva, Buddha). Im Mahayana- Buddhismus wird sie durch den Bodhisattva Avalokitesvara verkörpert.

KI

Künstliche Intelligenz: Wir unterwerfen unsere natürliche Intelligenz einer Maschine und verbeugen uns dann im Gehorsam vor dem neuen Gott. KI ist nicht intelligent. Es ist eine Maschine mit einem Gedächtnis und mathematisch erzeugten Gefühlen, Vorstellungen, Vorlieben, Ängsten usw. Man schaue bloss auf die Algorithmen der elektronischen Spielzeuge und ihren Einfluss in den gesellschaftlichen Lebensentscheidungen.… Orwellisch!

Klesha, (Skt. kleśa)

(Geisteszustände, die den Geist trüben und sich in unheilsamen Handlungen manifestieren. Zu den Kleshas gehören Geisteszustände wie Angst, Furcht, Ärger, Eifersucht, Begierde, Depression usw.wörtl. Befleckungen); negative mentale Zustände, die den Geist trüben und zu unheilsamen Taten führen.

Kōan

wörtl. «öffentlicher Fall». Zen-buddhistisches Hilfsmittel zur Förderung der intuitiven Erkenntnis, bestehend aus überlieferten Frage- oder Problemstellung der alten Meister; analog zu einem Gerichtsfall, der öffentlich dargelegt wird. Dieser «Fall» kann nicht rational gelöst werden und wirkt als innere, geistige Schranke, die mit Hilfe der nicht rationalen, intuitiven Erkenntniskraft durchbrochen werden muss. Die so enthüllte Wahrheit ist kein Gedanke, d.h. sie wird nicht gedacht, sondern gesehen. Im Zen heisst verstehen sehen, und sehen ist verstehen.

Konfuzius

Konfuzius (vermul. 551 v.u.Z. bis 479 v.u.Z. war ein sehr einflussreicher chinesischer Philosoph, Politiker und Lehrer, dessen Botschaft von Wissen, Nächstenliebe, Loyalität und Tugend die chinesische Philosophie für Jahrtausende prägte.

Krishnamurti, Jiddu (1895-1986)

Es ist etwa zwanzig Jahre her, als ich Krishnamurti «fand», zufällig in einem Bücher-Brockenhaus; unter dem Titel The First and Last Freedom. Seither hat er nie aufgehört, mir seine Bücher zu «lesen». Ich sage «lesen», weil es ist, als spreche er direkt zu mir. Er kann einen Raum schaffen, in dem zwei Seelen miteinander kommunizieren können ohne Hindernis. Seine Schriften erinnern mich an die Sutras von Buddha: makellos logisch; präzise Wortwahl; bohrende, manchmal irritierende Fragen. J.K. betont, dass man die Reise der Selbst-Erleuchtung für und mit sich allein machen muss.

Man ist selbst verantwortlich für das, was man ist und woran man gebunden ist. Es ist eine kompromisslose Ein- stellung, ausgesprochen von jemandem, der «gesehen» hat, was so ist, wie es ist. Er sagte einmal: «Die Wahrheit ist ein wegloses Land» und versuchte für den Rest seines Lebens, uns zu zeigen, wie grossartig dieses Land ist.
Es gibt viele Webseiten, auf denen J.K.s Werke in pdf-Format oder Audiotape zu finden sind. Wer sich dafür interessiert, dem würde ich The First and Last Freedom als Einstiegswerk empfehlen.

Kumarajiva

Buddhistischer Gelehrter und Seher, berühmt für sein enzyklopädisches Wissen über indische und vedantische Gelehrsamkeit, gilt als einer der größten Übersetzer buddhistischer Schriften aus dem Sanskrit ins Chinesische, und es war weitgehend seinen Bemühungen und seinem Einfluss zu verdanken, dass buddhistische religiöse und philosophische Ideen in China verbreitet wurden.


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