Lexikon – B

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Bardo

„ist ein tibetisches Wort , das das Sanskrit antarâbhava übersetzt , das in einigen buddhistischen Schulen Tibets einen mentalen Zwischenzustand wie Schlaf, Meditation, Tod bezeichnet. „Das Wort Bardo bedeutet auf Tibetisch „Intervall“ und bezeichnet existenzielle Perioden, denen Grenzen zugeschrieben werden können. Es gibt im Allgemeinen sechs Bardos  : 1) das Bardo von der Geburt bis zum Tod (mit anderen Worten das gegenwärtige Leben), 2) das Bardo von der Traum, 3) der Bardo der Konzentration (oder Meditation), 4) der Bardo des Todesmoments (der Prozess der Agonie), 5) der Bardo der Natur in sich selbst (erster Teil der Periode nach dem Tod), 6) der Bardo des Werdens (zweiter Teil der postmortalen Periode)“ – https://de.frwiki.wiki/wiki/Bardo_(bouddhisme)

✭✭✭✭✭Das Tibetische Buch Vom Leben Und Vom Sterben –Sogyal Rinpoche, O.W. Barth

Bhakti-Yoga

ist der Weg der tätigen Hingabe an das Göttliche Prinzip. Dieser spricht besonders emotionale Naturen an.

Bhavacakra (auch Bhavachakra)

bhavacakra

Das Bhavacakra Mandala repräsentiert das Zusammenwirken aller Elemente, die unsere zyklische Existenz in dieser weltlichen Realität ausmachen. Es ist eine Landkarte des menschlichen Kreislaufs durch Geburt, Krankheit, Alter, Tod und wieder zurück, ad infinitum. Wobei «ad infinitum» bedeutet, dass wir immer im Kreis gehen, und dies solange, bis wir die Kette-des-abhängigen-Entstehens (Pratītyasamutpāda) durchbrechen. «Bhavacakra» bedeutet wörtlich «Rad des Werdens» (Bhava = Werden; Cakra = Rad). Andere Übersetzungen nennen es «Lebensrad» oder «Kreislauf des Lebens».

Bankei, Eitaku (1622-1693)

Begründer der Lehre vom Ungeborenen:

„Was ich euch in meiner Unterweisung darlege, ist der ungeborene Geist der erleuchteten Weisheit – sonst nichts.“

Basho, Matsuo (1644-1694)

Berühmter Poet der Edo-Zeit in Japan. Heute gilt er als der grösste Haiku-Meister aller Zeiten.

«Eine Raupe
so spät im Herbst
noch immer kein Schmetterling.»

Bedingtes Enstehen: (Dhyāna)
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Bedingtes Enstehen
Begierde

«Einer der Faktoren im Bewusstsein ist Begierde. Aus Wahrnehmung, Kontakt und Sinnesempfinden schafft das Denken ein Bild, und das Verfolgen dieses Bildes ist die Begierde nach Erfüllung, mit all der Frustration und Bitterkeit, die daraus resultieren. Nun, wie ist es möglich, eine Sinnesempfindung wahrzunehmen, ohne dass daraus Begierde wird? Reines Wahrnehmen. Das heisst, man muss das Wesen des Denkens verstehen, denn es sind die Gedanken, die der Begierde Kontinuität verleihen; es ist das Denken, das aus der Sinneswahrnehmung ein Bild schafft mit dem darauffolgenden Streben nach der Verwirklichung des Bildes.»

-The Wholeness of Life, J. Krishnamurti
Benares

Heutzutage bekannt als Varanasi, Stadt in Nord- indien, im Distrikt Uttar Pradesh, am Ufer des Ganges. Es ist eine der am längsten dauernd bewohnten Städte weltweit. Als die spirituelle Hauptstadt Indiens ist es die heiligste der sieben heiligen Städte im Hinduismus und Jainismus. Manche sagen, es sei bloss ein hauchdünner Schleier, der die materielle Welt von der geistigen Welt in Varanasi trenne.

Bewusstsein

«Wenn ihr euch der eigenen Konditionierung bewusst werdet, versteht ihr die Gesamtheit eures Bewusstseins. Bewusstsein ist das ganze Feld, in dem Gedanken wirken und Beziehungen existieren. Jegliche Motivation, Absicht, Sehnsucht, Hoffnung, Sorge und Freude befinden sich in diesem Feld. Aber wir haben begonnen, das Bewusstsein zu unterteilen in die aktive und die schlafende, die obere und die untere Ebene — das heisst, alle täglichen Gedanken, Gefühle und Aktivitäten sind oben, und darunter ist das sogenannte Unterbewusstsein mit all den Dingen, die uns nicht vertraut sind und sich gelegentlich durch gewisse Andeutungen, Intuitionen und Träume äussern.

Wir beschäftigen uns mit einem einzigen kleinen Winkel des Bewusstseins, der fast unser ganzes Leben ausmacht; vom Rest, den wir Unterbewusstsein nennen, mit all seinen Trieben, Ängsten, angeborenen und geerbten Eigenschaften, wissen wir nicht einmal, wie wir uns ihm annähern können Es scheint mir, dass es ebenso trivial und dumm ist wie die bewusste Denkart — ebenso borniert, konditioniert, ängstlich, eng und billig.»

Freedom from the Known, J.Krishnamurti Einbruch in die Freiheit
Bimbisara (5. Jh. v. u. Z.)

Der erste bedeutende König des Reiches von Magadha und Anhänger von Shakyamuni Buddha.

Bodh Gaya

Ein religiöser Pilgerort in der Nachbarschaft des Mahā- bodhi-Tempels in Gaya. Dort steht ein Ableger des Bodhi Baums, unter dem der Buddha zur Erleuchtung gekommen sein soll.

Bodhi

Erleuchtung, Erkenntnis, Erwachen, Einsicht in die transzendente Wahrheit.
«Ihr seid alle Buddhas. Es gibt nichts, das ihr erlangen müsst; öffnet bloss eure Augen!» -Der Buddha

Bodhichitta (auch Bodhicitta)

Das Sanskritwort Bodhichitta bezeichnet den Wunsch, vollkommene Erleuchtung zum Wohle aller Wesen zu erlangen. Es ist die wahrhaftige unumstössliche Motivation eines Menschen, dem Buddha-Weg zu folgen. Ohne Bodhichitta sind alle moralisch-ethischen Aspekte des Buddha-Weges – sittlicher Lebenswandel, Einhalten von Geboten, Studium, Wohltätigkeit, Meditation – reine Formalität.

Bodhidharma

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Bodhisattva

(Bodhi= Erleuchtung + Sattva = Wesen): Im frühen Buddhismus wurde der Begriff eigens für Shakyamuni Buddha in seinen früheren Leben verwendet. Im Mahayana-Buddhismus werden Bodhisattvas als nach höchster Erkenntnis strebende Wesen bezeichnet, die auf dem Wege der „Tugendvollkommenheit“ (Sanskrit paramita) die „Buddhaschaft“ anstreben bzw. in sich selbst realisieren, um sie zum Heil aller lebenden Wesen einzusetzen.

Bodhisattvagelübde

Ausdruck des festen Vorsatzes, selbst Erleuchtung (Bodhi) zu erlangen und allen Wesen zur Befreiung vom Leiden zu verhelfen. Die Wortwahl mag im Einzelnen variieren, aber sie beinhalten alle dasselbe Aussage:

Die Lebewesen sind zahllos, ich gelobe sie alle zur Befreiuung zu führen.

Die Täuschungen sind underschöpflich, ich gelobe, sie alle zu überwinden.

Die Tore zur Warhheit sind unbegrentz, ich gelobe, sie alle zu durchschreiten.

Buddhas Weg ist unendlich, ich gelobe, ihn zu gehen.

Brahmanen

Angehörige einer hinduistischen Kaste; spezialisiert als Priester, Lehrer und Behüter der heiligen Schriften über Generationen. Sie sind zuständig für religiöse Tempelrituale, als Mittler zwischen den Tempel-gottheiten und den Gläubigen sowie für Zeremonien wie z.B. das feierliche Vollziehen von Hochzeiten mit Hymnen und Gebeten.

Brhadaranyaka Upanishad

Eine der wichtigsten philosophischen Schriften des Hinduismus.

Buddha

Ein (zur Wirklichkeit) Erwachter.

Buber, Martin (1878–1965)

Religionsphilosoph. Sein wohl berühmtestes Werk trägt den Titel Ich und Du.

Buddhistische Kosmologie

Die Beschreibung des Universums gemäss den buddhistischen Schriften und den damit verbundenen Kommentaren. Die buddhistische Weltanschauung ist nicht (und sollte es auch nicht sein) übereinstimmend mit den astronomischen Daten. Sie beschreibt das Universum aus der Sicht der vollendeten Weisheit (Prajñāpāramitā).

Byrom, Thomas

Übersetzte die buddhistische Spruchsammlung Dhammapada in einer besonders poetischen Art und Weise ins Englische. Sehr empfehlenswert ist die Ausgabe in der Reihe Shambala Pocket Classics, herausgegeben vom Shambala Verlag.


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