Lexikon-Y
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Yashodharā
Ehefrau von Siddhārtha Gautama. Sie wurde am selben Tag und Monat geboren wie Siddhārtha und war dessen Kusine. Zur Zeit ihrer Hochzeit waren beide sechzehn Jahre alt. Mit neunundzwanzig gebar sie ihr einziges Kind, einen Jungen namens Rāhula. Sie galt als eine Arahatā (siehe Arahat) und starb im Alter von achtundsiebzig Jahren, zwei Jahre vor Buddhas Parinirvana (Nirvāna nach dem Tod). Mehr…
Yoga Sutras von Patanjali
Eine Sammlung von 196 Aphorismen über die Theorie und die Praxis des Yoga. (Entstanden zwischen dem 2. und 5. Jh. v. u. Z.) Patanjali war ein indischer Gelehrter und Yoga-Meister.
Yoga Vasistha
Einer der bedeutendsten spirituellen Klassiker der indischen vedischen Literatur. Es ist eine überwältigende Wiedergabe eines Dialogs zwischen dem Königssohn Sri Rama und seinem geistigen Lehrer, dem Weisen (Rishi) Vasistha Maharshi. Die Schrift behandelt detailliert die subtile Komplexität des menschlichen Geistes und legt die zahlreichen Schichten unseres Daseins dar. Gleichzeitig ist es eine Anleitung für gelebte Spiritualität im Alltag.
Yogacara
Vijñānavāda (Bewusstseinslehre), auch Cittamātra (Nur-Geist) oder Yogācāra (Yoga-Praxis) genannt, ist eine von Asanga und Vasubandhu ca. im 4. Jh. gegründete philosophische Schule des Mahāyāna-Buddhismus. Die zentrale Lehre dieser Schule besagt, dass alle wahrnehmbaren Phänomene nur auf Grundlage des Geistes entstehen und als solche substanzlos sind. Infolgedessen werden alle Wahrnehmungen als geistige Projektionen eingestuft.
Nach der Lehre des Vijñānavāda bestehen alle Dinge nicht im Sinn manifester Wirklichkeit, sondern nur als geistige Phänomene des Bewusstseins (vijñāna). In den Gedanken und Vorstellungen schaffen wir uns eine vermeintlich »reale« Welt, die in Wahrheit aber nur in der kreativen Phantasie des Betrachters besteht. Alles ist nur Bewusstsein, nur Geist (citta) (lateinisch esse est percipi) und nicht wirklich. Den Dingen kommt deshalb kein Eigensein, keine eigentliche Realität zu. Die Welt ist nichts mehr als eine mentale Konstruktion, somit nur Traum, nicht seiend. Nichtseiend ist aber auch der Träumer (Ich), denn ist die Welt nur Traum, dann ist auch der Träumer (Ich) nur geträumt. Mit dieser Auffassung vertritt der Vijñānavāda einen konsequenten Idealismus.
Die Denkschule des Vijñānavāda erlosch in Indien mit dem Niedergang des Buddhismus in seinem Heimatland im 12. Jahrhundert. Einige Elemente leben aber weiter im chinesischen Faxiang, dem japanischen Hossō-shū und dem tibetischen Vajrayāna.
Zusammen mit der Mādhyamaka hat der Vijñānavāda wie kein anderes System das Denken des Mahāyāna tief zu durchdringen vermocht.
Aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Vij%C3%B1%C4%81nav%C4%81da

