
Einleitung
Bewusstsein aus buddhistischer Sicht – Bewusstsein ist Gewahrsein. Das menschliche Bewusstsein ist konditioniert. Konditioniertes Bewusstsein ist fragmentiert. Fragmentiertes Bewusstsein ist Dukkha. Dukkha treibt Samsara an. Das Karussell von Samsara dreht sich unaufhörlich, bis… Bis was?
„Bis was?“ ist die Frage, die wir in dieser umfangreichen Serie zum Thema Bewusstsein behandeln wollen. Danke, dass du dich uns bei dieser Untersuchung des Bewusstseins aus der Perspektive des Mahayana-Buddhismus anschließt.
In dieser Abhandlung beschäftigen wir uns mit dem Konzept des Bewusstseins aus buddhistischer Sicht. Dies geschieht vor allem aus der Perspektive der Mahayana– und Yogacara-Schulen.
Dieser Text ist wie ein Staubkorn im Wind, ein flüchtiges Leuchten eines Glühwürmchens. Es wird, ebenso wie jede andere schriftliche, mündliche oder visuelle Darstellung, dem Leser nie mehr als eine oberflächliche Einführung in das Thema Bewusstsein bieten.
Das Verständnis von Bewusstsein ist erfahrungsbezogen und nicht intellektuell. Für manche Leser könnte dieses Staubkorn im Wind jedoch ausreichen, um sie auf das einzige wirkliche Abenteuer dieses Lebens einzustimmen. Das Abenteuer der Selbst-Erweckung.
robert + agetsu – 2026
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Bewusstsein – ein Überblick
…konzentriert sich hauptsächlich auf die Bewusstseinsarten der Sinne. Das sind die Arten des Bewusstseins, die uns am vertrautesten sind: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten.
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Die acht Bewusstseinsarten
Im Folgenden untersuchen wir die acht Bewusstseinsarten, beginnend mit dem Alaya-vijnana – Das Grundbewusstsein (24.03.26). Alle anderen Bewusstseinsarten werden vom Alaya-Bewusstsein genährt, das gemeinhin als das achte Bewusstsein bezeichnet wird.
Vom Alaya aus gehen wir zum siebten Bewusstsein, dem Manas-Bewusstsein (Manas-vijnana) über. Dies ist das Bewusstsein des „geplagten“ Geistes (Klista-Manas), allgemein bekannt als das „Ich-Bewusstsein. Manas stellt vielleicht die subtilste doch mächtigste Kraft in unserem geistigen Leben dar. Es ist der ständige Erzähler unserer Geschichte, der Schöpfer unseres Selbstgefühls und die Wurzel vieler unserer Leiden.
Das sechste Bewusstsein ist das Geistesbewusstsein (Mano-vijnana). Es ist die kognitive Fähigkeit, unsere konzeptuelle Realität zu konstruieren und unserer Erfahrung Bedeutung zu verleihen.
Von dort aus untersuchen wir die fünf Arten des Sinnesbewusstseins. Diese sind uns am besten vertraut und diese Vertrautheit bietet die Gelegenheit, sie im Detail zu studieren. Sie sind hervorragende Objekte für Kontemplation und Meditation an sich und können darüber hinaus als Hilfsmittel zur kontemplativen Betrachtung von Manas und Alaya dienen.
Das Verständnis der acht Bewusstseinszustände gibt uns eine gute Übersicht über unsere inneren Erfahrungen und darüber, wie wir die Welt sehen, unser Selbstverständnis entwickeln und die karmischen Tendenzen akkumulieren, die unser Leben prägen.
Fortsetzung folgt
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Ergänzungen
Ergänzende Informationen, die zu jeder Studie dieser Art gehören. Man kann nicht über das Bewusstsein reden, ohne über die fünf Aggregate zu sprechen. Man kann nicht über die Fünf Aggregate sprechen, ohne über die Lehre vom abhängigen Entstehen zu sprechen, und so weiter und so fort.
Alte buddhistische Denker
Das Konzept des Alaya Vijnana wurde in erster Linie von buddhistischen Philosophen der Yogacara- oder Cittamatra-Schule des Mahayana-Buddhismus entwickelt, die im 4. bis 5. Jahrhundert CE in Indien entstand.
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AUM
AUM ist eine Reise in einer einzigen Silbe. Es ist ein Klang, ein Symbol, ein Seinszustand und ein tiefgründiges philosophisches Konzept. Sie müssen nicht alles davon verstehen, damit es funktioniert, weshalb Ihr intuitives Chanten bereits so kraftvoll ist.
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The Bodhisattva Avalokiteshvara … und der Weg zur Erleuchtung
Im Shurangama-Sutra (C. Luk-Version) stellte Buddha 25 Bodhisattvas die Frage: „Wie habt ihr Erleuchtung erlangt?“ Avalokiteshvara (Kanzeon) sagte, er habe Erleuchtung durch die Fähigkeit des Hörens erlangt.
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Die fünf Skandhas
„Was bin ich?“ Die Analyse Buddhas war radikal. Er verwies nicht auf eine Seele, eine Essenz oder ein dauerhaftes Selbst. Stattdessen hielt er uns einen Spiegel vor unsere Erfahrungen und zeigte uns fünf dynamische, voneinander abhängige Prozesse, die wir bündeln und fälschlicherweise als „ich“, „mich“ oder „mein“ bezeichnen.
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Das Konzept der bedingten Entstehens
Im Kern ist die bedingte Entstehns ein universelles Gesetz der Konditionalität. Der Buddha fasste es bekanntlich mit einer einfachen, eleganten Formel zusammen:
„Wenn dies ist, dann ist das. Wenn dies entsteht, dann entsteht das. Wenn dies nicht ist, ist das nicht. Wenn dies aufhört, hört das auf.“
Dieses Prinzip besagt, dass nichts isoliert, unabhängig von anderen Faktoren existiert.
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Was ist Dukkha?
Es ist üblich und vielleicht sogar notwendig, die Erklärung von Dukkha mit einer Entschuldigung für das englische Wort „Leiden” zu beginnen. Zu sagen, die Erste Edle Wahrheit sei „Das Leben ist Leiden”, ist nicht nur eine grobe Vereinfachung, sondern auch eine grundlegende Fehlinterpretation der Lehre Buddhas. Es vermittelt ein Bild von Nihilismus und Verzweiflung, was genau das Gegenteil des Zwecks des Dharma ist.
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Bhavacakra YouTube-DE (Zentrum für Zen-Buddhismus Version)
- Bewusstsein aus buddhistischer Sicht
- Manas-vijnana – Das Ichbewusstsein
- Mano-vijnana – Das Geistesbewusstsein
- Alaya-vijnana – Das Grundbewusstsein
- Bewusstsein – ein Überblick
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