Denken

Buddhismus, Dharma-Vortrag, Philosophy

Sein und werden

Wir sind beim dritten Kalender-Zitat von Ikkyu angekommen. Es lautet

Um zu werden, was wir waren, müssen wir aufhören, zu werden.

Lasst euch diesen Satz auf der Zunge zergehen – Um zu werden, was wir waren, müssen wir aufhören, zu werden.

Vermutlich kann man nicht auf Anhieb verstehen, was hier gesagt wird. Mein Gehirn jedenfalls war einen Moment lang still, bevor es mir die Türe zum Verständnis öffnete. Der Schlüssel liegt in der Bedeutung des Wortes «werden».

Buddhismus

Unwissenheit

Die Zen-Schule des Buddhismus ist dafür bekannt oder nimmt für sich in Anspruch, einen sehr direkten Weg zur Selbsterkenntnis und einer bewussten Lebensführung zu zeigen. Sie beruft sich dabei auf Shakyamuni Buddha, der das Wesen und die Bedingen der menschlichen Existenz bis ins letzte Detail studiert hat und dabei in geistige Tiefen vorgedrungen ist, von denen meisten Menschen keine Ahnung haben. Aber gerade diese Ahnungslosigkeit (Unwissenheit) in Bezug auf das eigene Wesen sei die Ursache für das Chaos und das Leid, das der Mensch überall auf dieser Erde in Gang setzt, sagte der Buddha.

Buddhismus

Leben in der Stadt

Leben in der Stadt: Das Zimmer hatte gute Proportionen und bot einen ruhigen, angenehmen Aufenthalt, die Möbel waren elegant und sehr geschmackvoll, ein dicker, weicher Teppich bedeckte den Boden. An einer Wand befand sich ein Marmorkamin, in dem ein Feuer prasselte. An den anderen Wänden standen alte Vasen aus aller Welt, darüber hingen neben modernen Bildern einige alte Meister.

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