Leicht wie eine Seifenblase
Es geschieht nicht selten, dass Menschen zu mir kommen und erzählen, wie sie plötzlich ganz klar gespürt haben, dass sie
Es geschieht nicht selten, dass Menschen zu mir kommen und erzählen, wie sie plötzlich ganz klar gespürt haben, dass sie
Unser Problem ist also das Handeln, das Verstehen und das Glück. Es gibt keine Grundlage für wahres Denken, wenn wir uns selbst nicht kennen. Ohne mich selbst zu kennen, habe ich keine Grundlage für mein Denken – ich kann nur in einem Zustand des Widerspruchs leben, wie die meisten von uns. Um die Welt, die Welt meiner Beziehungen zu verändern, muss ich bei mir selbst anfangen. Du magst sagen: „Um die Welt auf diese Weise zu verändern, braucht man unendlich viel Zeit.“ Wenn wir sofortige Ergebnisse wollen, denken wir natürlich, dass es zu lange dauert.
Unser Problem ist also das Handeln, das Verstehen und das Glück. Es gibt keine Grundlage für wahres Denken, wenn wir uns selbst nicht kennen. Ohne mich selbst zu kennen, habe ich keine Grundlage für mein Denken – ich kann nur in einem Zustand des Widerspruchs leben, wie die meisten von uns. Um die Welt, die Welt meiner Beziehungen zu verändern, muss ich bei mir selbst anfangen. Du magst sagen: „Um die Welt auf diese Weise zu verändern, braucht man unendlich viel Zeit.“ Wenn wir sofortige Ergebnisse wollen, denken wir natürlich, dass es zu lange dauert.
Handlung scheint ständige Reibung, ständige Missverständnisse und Ängste zu erzeugen; und wir sehen in der Welt, dass jede organisierte Handlung leider zu einer Reihe von Katastrophen geführt hat. Wir sehen in der Welt um uns herum Verwirrung, Elend und widersprüchliche Wünsche; und angesichts dieses Weltchaos werden die nachdenklichsten und ernsthaftesten Menschen – nicht die, die sich etwas vormachen, sondern die, die sich wirklich Sorgen machen – natürlich erkennen, wie wichtig es ist, über das Problem des Handelns nachzudenken.
Wenn jemand das Gefühl hat, dass das, was am heutigen Tagesretreat gesagt wird, schon das letzte Mal oder beim Sommerretreat gesagt worden ist, dann ist das richtig. Dharmavorträge drehen sich immer mehr oder weniger um dasselbe. Unsere Retreats, egal ob 1- oder mehrtägig, haben immer dieselbe Ausrichtung: Erstes das Besinnen, worum es eigentlich bei der Zen-Meditation geht, und zweitens das Einüben und Vertiefen einer möglichst nachhaltigen Praxis und ihre Verwirklihung im täglichen Leben. Denn wenn wir die Zeit auf dem Sitzkissen nicht einfach verplempern wollen, dann braucht es rechtes Verstehen und rechtes Tun.