Dai E Zenjis Gelübde zum Erwachen


Dai E Zenji’s Gelübde zum Erwachen (Dahui Zonggao, 1089–1163)

Unser einziges Versprechen ist es, uns Entschluss zu festigen, uns ganz dem Buddha-Weg hinzugeben – so dass kein Zweifel in uns aufsteigt, wie weit der Weg auch sein mag.

Lasst uns leicht und unbeschwert sein, stark und furchtlos an Körper und Geist; frei von Krankheit, Schwermut und Zerstreuung; frei von Unglück, Schaden, üblen Einflüssen und Hindernissen.

Lasst uns die Wahrheit nicht außerhalb von uns suchen, so dass wir sogleich den rechten Weg einschlagen; lasst uns an keinem Gedanken haften, damit wir den vollkommen klaren Geist der höchsten Weisheit – Prajna – und somit die unmittelbare Erleuchtung in der großen Sache erlangen.

So wird uns die tiefe Weisheit der Buddhas übertragen, damit wir alle Wesen befreien können, die im Kreislauf von Geburt und Tod leiden. Damit erweisen wir unsere Dankbarkeit für das Mitgefühl der Buddhas und der Patriarchen.

Mögen wir, wenn die Zeit des Scheidens kommt, nicht schwer krank sein und nicht leiden; mögen wir das Nahen unseres Abschieds sieben Tage im Voraus spüren, damit wir den Geist beruhigen und den Körper gelassen verlassen können, im letzten Augenblick von allen Dingen losgelöst. So kehren wir zurück zum ursprünglichen Geist von Nicht-Geburt und Nicht-Tod, gehen auf im unendlichen Universum und offenbaren – wie alle Dinge — unsere wahre Natur. So erwecken wir mit der großen Weisheit der Buddhas alle Wesen zum Buddha-Geist.

Dies geloben wir allen Buddhas und Bodhisattva-Mahasattvas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in den zehn Richtungen des Universums und dem Maha Prajna Paramita.

Dieser Text erschine erstmals in Engisch in: Philipp Kapleau:Three Pillars of Zen

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