Buddha

Beziehung, Einbruch in die Freiheit

Beziehung

Nur in der Beziehung kann man sich selbst erkennen, nicht in der Abstraktion und schon gar nicht in der Isolation. Die Bewegung des Verhaltens ist der sichere Wegweiser zu sich selbst. Es ist der Spiegel Ihres Bewusstseins: Dieser Spiegel wird seinen Inhalt, die Bilder, die Bindungen, die Ängste, die Einsamkeit, die Freuden und die Trauer offenbaren. Die Armut liegt darin, davor wegzulaufen, entweder in ihren Sublimierungen oder in ihren Identitäten.

Dharma-Vorträge

Unwissenheit

Die Zen-Schule des Buddhismus ist dafür bekannt oder nimmt für sich in Anspruch, einen sehr direkten Weg zur Selbsterkenntnis und einer bewussten Lebensführung zu zeigen. Sie beruft sich dabei auf Shakyamuni Buddha, der das Wesen und die Bedingen der menschlichen Existenz bis ins letzte Detail studiert hat und dabei in geistige Tiefen vorgedrungen ist, von denen meisten Menschen keine Ahnung haben. Aber gerade diese Ahnungslosigkeit (Unwissenheit) in Bezug auf das eigene Wesen sei die Ursache für das Chaos und das Leid, das der Mensch überall auf dieser Erde in Gang setzt, sagte der Buddha.

Bhavacakra, Dhyāna Newsletter, Die sechs Welten, Shurangama-Sutra

Bhavacakra

Das Bhavacakra Mandala repräsentiert das Zusammenwirken aller Elemente, die unsere zyklische Existenz in dieser weltlichen Realität ausmachen. Es ist eine Landkarte des menschlichen Kreislaufs durch Geburt, Krankheit, Alter, Tod und wieder zurück, ad infinitum. Wobei «ad infini- tum» bedeutet, dass wir immer im Kreis gehen, und dies solange bis wir die Kette-des- abhängigen-Entstehens (Pratītyasamutpāda) durchbrechen.

Der Begriff «Bhavacakra Mandala» bedeutet wörtlich «Rad des Werdens» (Bhava = Werden; Cakra = Rad). Andere Übersetzungen nennen es «Lebensrad» oder «Kreislauf des Lebens».

Bodhidharma

Wer war Bodhidharma

Wer heutzutage Zen studiert, kommt nicht am Urvater Bodhidharma (jap. Bodaidharuma, gest. 525 od. 532) vorbei. Im fernen Osten kennt ihn jedes Kind. Vielleicht nicht so sehr als Gründer des Zen, sondern als Gründer der Kampfkunst Kung Fu, welche er im berühmten Tempel Shaolin entwickelt haben soll. In den künstlerischen Darstellungen des fernüstlichen Zen-Buddhismus nimmt Bodhidharma eine ähnlich zentrale Stellung ein, wie der Buddha selbst. Man erkennt ihn sofort an seinen weit offenen, starr blickenden Augen und seinem mächtigen Vollbart. Diese beiden Merkmale machen ihn unverwechselbar.

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