Meditation Themen Band 2015

Meditation Themen Band 2015 – Diverse Themen

Hinsetzen – körperlich

Haltung

Die meisten «Meditationen» werden im Sitzen durchgeführt. Das bedeutet nicht, dass Meditation nicht im Gehen oder Stehen durchgeführt werden kann. Zum Beispiel gibt es mehrere «Geh-Meditations»-Techniken, die in Zen-Traditionen verwendet werden. Im Liegen zu meditieren wird aus offensichtlichen Gründen nicht empfohlen. Probiere es selbst.

Sitzen

Sitz gerade, lass dich nicht hängen. Halte die Wirbelsäule aufrecht in ihrer normalen Krümmung. Halte den Hals zentriert in der Verlängerung der Wirbelsäule und den Kopf zentriert über dem Hals. Wenn man sich nicht sicher ist, wie man sitzt, bitte man jemanden, die Haltung zu überprüfen. Man kann sich auch gerade mit dem Rücken an eine Wand setzen. Berührt die Basis der Wirbelsäule die Wand? Berühren die Schultern die Wand? Berührt der Hinterkopf die Wand? Ist der Brustkorb offen? Fließt der Atem natürlich?

Scanne deinen Körper mental. Achte auf Enge, Schmerzen, Verkrampfungen, Taubheitsgefühle. Nimm kleinere Anpassungen vor. Betrachte den Körper als Partner und nicht als deinen Untertan.

Es gibt mehrere empfohlene Methoden, «einfach zu sitzen». Wichtig ist, dass die Haltung stabil und angenehm ist. Es kann einige Zeit dauern, bis man seine optimale Haltung findet. Geduld ist angesagt.

Es spielt keine Rolle, ob man auf einem Stuhl sitzt oder im vollen Lotus. 

Sitzen ist kein Marathon-Sport. Man sollte nicht erwarten, dass man längere Zeit sitzen kann, ohne seine Position zu verändern oder anzupassen. Verlängere die Sitzzeit schrittweise von 5 Minuten auf 15 Minuten, dann auf 30 Minuten, später auf 45 Minuten und dann auf eine Stunde. Man kann das machen, wenn man klug vorgeht.

Hände

Lass die Hände mit entspannten Schultern und Armen auf den Oberschenkeln ruhen. Man kann die Hände auch in einem sogenannten Mudra zusammenlegen. (Siehe: Haltungsbilder). Es gibt viele solcher Mudras. Beschäftige dich jetzt noch nicht mit Mudras. Man hat genug damit zu tun, nur zu lernen, körperlich ruhig zu sitzen. Es wird später Zeit für Mudras geben, wenn man dies wünscht.

Atmung

Viele Menschen wissen nicht, wie man atmet. Sie nutzen nur einen begrenzten Teil der Lungenkapazität, so ungefähr einen Drittel in der Mitte der Brust. Wenn man in aufrechter Haltung sitzt, tendieren die Lungen ganz automatisch dazu, sich ganz zu füllen. Behindere sie nicht mit bewussten oder unbewussten ängstlichen oder zornigen Gedanken. 

Man sollte durch die Nase einatmen und ausatmen. Die Atmung durch den offenen Mund wird nicht empfohlen, da die Ansaugluft ungefiltert ist und die Mundhöhle austrocknet, was den Geist irritiert.

Rücken, Kopf, Nacken

Nicht krumm sitzen. Die Lungen werden zusammengedrückt und es wird schwierig zu atmen.
Nicht krumm sitzen. Es entstehen Schulter- und Nackenschmerzen..
Nicht krumm sitzen. Der Oberkörper verliert seinen Schwerpunkt. Geist und Körper sind dann mit dem Versuch beschäftigt, das Gleichgewicht herzustellen.
Nicht krumm sitzen. Es übt Druck auf die Beine aus. Die Beine schlafen ein. Das ist unangenehm. 
Nicht krumm sitzen. Es erzeugt einen negativen psychologischen Effekt auf die gesamte Umgebung.

Augen

Die Augen sollten weder vollständig geschlossen noch vollständig offen sein. Lass den Blick auf dem Boden vor dir ruhen. Versuche nicht zu fokussieren, sondern lass die Augen einfach entspannt. Nach einer Weile verlieren sie ihren Fokus von selbst. Mach dir deswegen keine Sorgen. Du bist immer noch hier.

Mund

Schließe den Mund, ohne Spannung in der Kiefermuskulatur. Die Zunge sollte den oberen Gaumen direkt hinter den Zähnen leicht berühren. Nimm alle Spannung aus Kiefer und Nacken.

Aus: Meditationsheft

Meditation Themen Band 2015
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