Kontemplation

Beobachte die Samen in deinem Gedankenfluss. Wenn zum Beispiel Wut aufkommt, frag dich: „Bin das wirklich ich? Oder ist es ein alter Samen, der reift und wahrgenommen werden will?“

Betrachte die Konstanz in deinem Leben. Warum fühlen sich bestimmte Ängste, Talente oder Muster wie „angeboren“ an? In diesen Momenten hörst du das Flüstern von Alaya.

Hinterfrage das „Ich“, das sich festklammert. Wenn du sagst „Ich habe Angst“ oder „Ich bin talentiert“, halte inne. Wer spricht da? Ist es das siebte Bewusstsein, welches das Alaya-Bewusstsein mit dem Ich verwechselt?

Die fundamentale Wahrheit ist die: Das Wahre Bewusstsein ist in deinen Augen bereits gegenwärtig. Der Staub entsteht durch den Widerstand, dies anzuerkennen. Jeder Versuch, sich eine Identität anzueignen, die eigene Story zu verteidigen, die Angst vor Vernichtung, ist der Atem von Alaya.

Jeder Moment bedingungsloser Gegenwart und Loslassens ohne Vorbehalt ist das Wirken des wahren Bewusstseins, das sich selbst erkennt.

Buddhas sind nicht „über das Alayabewusstsein hinausgegangen“, als ob sie einen Raum verlassen hätten; sie haben vielmehr erkannt, dass der Raum nie wirklich war. Sie haben aufgehört, das Bild im Spiegel für das ursprüngliche Gesicht zu halten.

Der Staub legt sich nie wirklich, bis man aufhört, den Spiegel zu polieren und ihn stattdessen einfach sein lässt. In dieser Stille löst sich das, was du für dein Selbst gehalten hast, in dem auf, was du schon immer warst.

Dieser Weg handelt nicht von schnellen Antworten. Es geht darum, langsam, sanft, das Licht der Achtsamkeit nach innen zu wenden, bis sich das Alaya selbst auflöst und allein der wahre Geist existiert.

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Der Pfad des Buddha
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